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Susanna Dill

Akkordeonlehrerin an der MSZB seit 1995

Susanna Dill prägt den Akkordeonunterricht an der MSZB seit vielen Jahren – und hat miterlebt, wie aus einem einst unterschätzten Instrument ein selbstverständlicher Teil des Musikschulangebots wurde. Mit Offenheit für unterschiedliche Musikstile und grosser Begeisterung begleitet sie Menschen jeden Alters auf ihrem musikalischen Weg und wünscht sich, dass auch künftig die Freude an der Musik im Zentrum bleibt.

Was verbindet dich mit der MSZB?

Ich unterrichte seit 1995 an der MSZB. Für mich war es damals eine Sensation, dass die Musikschule Zollikofen-Bremgarten das Fach Akkordeon in ihr Angebot aufnahm, denn das war zu dieser Zeit überhaupt nicht üblich. Das früher fast verpönte Akkordeon wurde endlich als gleichwertiges Instrument akzeptiert und behandelt.
Ich selbst habe eine klassische Ausbildung und bin sehr offen gegenüber anderen Musikstilen. Ich bin stolz darauf, dass ich das Akkordeon so unterrichten konnte, dass es sowohl klassisch als auch volksmusikalisch gespielt werden konnte. Im Unterricht konnte ich auf die Wünsche meiner Schüler:innen eingehen. Diese Offenheit und Neugier haben mir besonders gefallen. Ich bin stolz, dass sich viele Menschen im Akkordeonunterricht auf Sachen einlassen konnten, die auch ich selbst ausprobieren und erforschen wollte, und sie auf ihrem Weg mit dem Instrument begleitet wurden - nicht einfach «nur» mit dem Volksmusik-Akkordeon.

Das Schöne war, mit Menschen aller Altersstufen unterwegs zu sein, sie mit ihren Wünschen und dem Akkordeon zu begleiten in ihrem Leben. Das war für mich immer wichtig: so viel wie möglich weiterzugeben mit diesem Instrument zusammen.

Manchmal ging es darum, dass Leute ihren Platz in einem Ensemble finden konnten. Manchmal ging es um Leute, die an einer Hochschule waren und eine Ausbildung auf einem Instrument gemacht haben, oder einfach Leute, die ihre musikalische Laufbahn vorantrieben. Für mich war es immer wieder eine Ehre, mich mit diesen Leuten zu treffen und sie zu begleiten.

Was wünschst Du der MSZB?

Ich wünsche der MSZB, dass wir Künstler:innen uns im Herzstück, im wirklich Künstlerischen engagieren können und uns nicht in anderen Dingen verlieren oder von ihnen drausbringen lassen. Die Musikschule ist dafür da, dass die Musik immer das Wichtige bleibt: Die Instrumente, was man aus ihnen herausholen kann, wie diese Musik wirklich lebendig weitererzählt werden kann. Dass unsere Schüler:innen gleich fasziniert sein können, wie wir selber es sind.